Karpaltunnelsyndrom

Der Mittelnerv (= Nervus medianus) verläuft im Bereich des Handgelenkes durch den Handwurzelkanal (= Karpalkanal) gemeinsam mit den Beugesehnen der Finger. Dieser Kanal wird streckseitig durch die Handwurzelknochen begrenzt, beugeseitig durch ein straffes Bindegewebsband, das sog. Karpalband. Kommt es zu einer Gewebsvermehrung in diesem Kanal wird der Mittelnerv eingeengt.

Es resultieren typische nächtliche Beschwerden mit Schmerzen und Gefühlsstörungen des Daumen, Zeige- und Mittelfinger, die bis in die Schulter ausstrahlen können. Durch Messung der Nervenleitung kann der Nervenarzt die Diagnose sichern. Leichtere Fälle werden durch Schonung behandelt, bei deutlicher Einengung des Medianusnerven ist die operative Befreiung angezeigt. Es kann offen oder endoskopisch operiert werden. Die für Ihren Fall bessere Methode wird im Einzelfall durch den behandelnden Arzt festgelegt. Der Vorteil der endoskopischen Operation liegt, wie immer, in der kleineren Wunde und der meist kürzeren Heilungszeit.

Bei offener Operation beträgt die Arbeitsunfähigkeitszeit, je nach beruflicher Belastung, zwischen 4 und 12 Wochen. Bei endoskopischer Durchführung geht die Heilung meist deutlich schneller.